Auf dem Felt AR zur Bestzeit

Auf dem Felt AR zur Bestzeit

 

Eine ausgefeilte Renntaktik, ein extrem gut eingespieltes Team und Top-Material – wenn das alles zusammenkommt, ist ein Sieg möglich bei der Store Styrkeprøven, der großen Kraftprobe von Trondheim nach Oslo. Wieder einmal höchst erfolgreich dabei war der Kölner Axel Fehlau auf seinem Felt AR FRD.

 

 

Es sind Zahlen, die den durchschnittlichen Breitensportler einfach nur in Erstaunen versetzen: eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,79 km/h, erzielt auf einer Strecke von 550 Kilometern mit 3.200 Höhenmetern – zurückgelegt nonstopp, als knapp 14 Stunden langes Mannschaftszeitfahren. Diese Leistung haben die Fahrer des Teams SK Rye XP bei Trondheim-Oslo vollbracht – wieder einmal, möchte man sagen, denn seit dem Jahr 2000 waren die Männer in Rot-Blau bereits zehn Mal siegreich beim norwegischen Extrem-Marathon. 

Der Erfolg beim Rennen am längsten Tag des Jahres ist nicht zuletzt eine taktische Meisterleistung – mehr dazu kann man in der Sport Import Fahrzeit, Ausgabe 02/2015 lesen. Um gewertet zu werden, müssen zehn Fahrer eines Teams gemeinsam ins Ziel kommen; es gilt also, die einzelnen Athleten gemäß ihren Fähigkeiten punktgenau einzusetzen. So werden an den langen Anstiegen die eher bergstarken Fahrer nach vorne geschickt, um für ihre Kameraden das Tempo zu machen; und natürlich muss das beständige „Kreiseln“, das Windschattenfahren, perfekt laufen, damit ein gleichmäßig hohes Tempo zustande kommt. Aero-Aufsätze sind bei Trondheim-Oslo nicht zugelassen, die Rennfahrer nutzen also konventionelles, luftwiderstandsmäßig optimiertes Material.

Je näher man den Ziel in Oslo kommt, desto mehr wird der Marathon zum Ausscheidungsfahren – am Ende raste das Team Rye mit 16 von 30 gestarteten Fahrern über den Zielstrich. Darunter auch Trondheim-Oslo-Veteran Axel Fehlau: Der Mittvierziger aus Köln erreichte bei seiner 22. Teilnahme an der nordischen Kraftprobe eine neue persönliche Bestzeit. Sein Rad: ein Felt AR FRD mit Zipp-Anbauteilen und Aerolaufrädern, über dessen Anteil am Sieg bei Trondheim-Oslo wir an dieser Stelle bescheiden schweigen wollen. Denn manchmal reicht es, einfach nur zu staunen …