Hövding fordert härtere Normen

Hövding fordert härtere Normen

Der Test einer schwedischen Versicherung zeigt: Der Kopfairbag Hövding ist dem herkömmlichen Fahrradhelm in Sachen Schutzwirkung überlegen. Was bedeutet das für den Helm alter Bauart?

 

Es scheint unvermeidlich, dass das Bessere der Feind des Guten ist. Nimmt man die harten Fakten, die unlängst die schwedische Versicherungsgesellschaft Folksam ermittelte, hat der traditionelle Fahrradhelm im Kopfairbag Hövding seinen Meister gefunden. Im Schlagtest fanden die Prüfer heraus, dass die auf den Kopf wirkenden Beschleunigungskräfte mit dem neuartigen Kopfschutz dreimal niedriger waren als mit dem besten Helm. Das spricht für eine weit überlegene Schutzwirkung und zeigt, was für ein Glücksgriff der eigentlich aus einer Design-Idee heraus entwickelte, in einem Kragen versteckte Airbag war.

Darüber hinaus werfen die Testergebnisse die Frage auf, ob die Normen, an denen konventionelle Helme gemessen werden, überhaupt noch sinnvoll sind – wobei, wie auch bei Hövding betont wird, das Tragen eines Fahradhelms in jedem Fall besser ist als der Verzicht auf den Kopfschutz. Dass konventionelle Helme eine Schutzwirkung haben, wollen auch die Schweden nicht bestreiten, und erst einmal muss der Fahrradhelm keine Angst vor der innovativen Konkurrenz aus Skandinavien haben. In jedem Fall zeigt der Kopfairbag: Den althergebrachten Radhelm immer nur leichter und stärker belüftet zu machen, ist ein Irrweg. Das zeigt auch die Tatsache, dass der Trend im Radsport derzeit zu glattflächigen, aerodynamischeren Helmen geht, die aber offensichtlich immer noch ausreichend belüftet sind. Neue, bessere Lösungen sind denkbar und werden sich über kurz oder lang durchsetzen. Eine davon heißt Hövding.

Hier das Video zum Thema: